Hain von Fjundur

Ein Suchender begibt sich in die Region Adalon, zieht nach Nordwesten und gelangt schließlich nach einem langen Marsch zum Hain von Fjundur. Unberührt und friedlich wirkt dieses Waldstück auf dem ersten Blick, doch je tiefer er vordringt, desto bedrückender erscheint jene Ruhe. Schleichend breitet sich das Gefühl von Unbehagen aus, als die Erkenntnis erwacht, dass weder Vogelgezwitscher noch das Gezirpe von Insekten zu vernehmen sind. Erstarrt wirkt der Wald. Nur das gelegentliche Rauschen eines nahe gelegenen Flusses zerschellt die Stille, während schwere Schritte scheinbar lautlos das Laub und Geäst zertreten.

Wachsame Augen taxieren jede Einzelheit seiner Umgebung und inzwischen scheint selbst das leiseste Geräusch verklungen. Graue, verfallene Mauern beginnen sich in der Ferne abzuzeichnen. Fahles Licht schimmert durch die Wipfel der Bäume und zerbricht an der Oberfläche des Wassers. Zögerlich tastet er sich vor, bis er das Bildnis vor sich einzuordnen weiß. Eine marode, obschon ehrwürdige Ruine – vor hunderten von Jahren erbaut – liegt vergessen im Hain von Fjundur.

Alten Überlieferungen zufolge wurde jener Tempel von einer nunmehr ausgelöschten Zivilisation errichtet. Von all dieser Pracht ist wenig geblieben. Stattdessen säumen Trümmer die Stätte und wucherndes Unkraut den offenen Eingang, welcher den Anschein erweckt, zerborsten zu sein. Vorsichtig kniet der Wanderer sich nieder und streift mit seinen Fingern über das raue Gestein, nur um hernach unvermittelt innezuhalten. Ein kalter Luftzug. Gelächter.