Askrenia

Geschichte

Die Askrenia sind eine der ältesten noch auf der Erde wandelnden Rassen Tyredynns, welche seit mehr als 1.500 Jahren in der unterirdischen Stadt Avaskalon residieren. Diese ist südlich des im Westen gelegenen Ödlandes Kygras im Gebirge lokalisiert und nur in absoluten Ausnahmefällen wagen sie sich an die unwirtliche Oberfläche. Einer alten Erzählung nach führte seinerzeit eine verheerende Naturkatastrophe dazu, dass sich dieses Volk schnell an die veränderten Lebensbedingungen anpassen musste, weshalb ihnen nur die Möglichkeiten geblieben sein soll, sich in den Minen von Doth zu verschanzen. Ausgelöst sei jene Elementargewalt durch den endgültigen Fall vorangegangener Zivilisationen, doch die genauen Vorkommnisse sind mit den Jahrhunderten verblasst.

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Aussehen

Hünenhaft, unheimlich und reptilienartig – so werden die Askrenia nicht selten von anderen Wesen beschrieben. Während Frauen oftmals eine Größe von bis zu zwei Schritt erreichen, überragen viele Männer ihre Artverwandten noch um fast einen halben Meter. Mit ihren spitzen Eckzähnen, welche an hungrige Schlangen erinnern, den schlitzartigen Augen und dem ausdruckslosen Mienenspiel, mag so manch einer die Askrenia für Schreckgestalten aus einem Nachtmahr halten. Dass ihre Haut zudem aufgrund des mangelnden Lichteinflusses leichenblass ist und die langgliedrigen Extremitäten nicht proportional zum Rest des sehnigen Körpers erscheinen, lässt viele Fremde reißaus nehmen. Ähnlich wie die Vemari kann auch diese Rasse ein stolzes Alter von 250 Jahren erreichen.

Wesen

Eine über die Generationen hinweg anhaltende Nahrungsknappheit besiegelte zwar nicht ihr Schicksal, doch begünstigte sie den stark verlangsamten Stoffwechsel der Askrenia. Letztgenannte sind in ihren Bewegungen lethargisch, reagieren langsam und handeln besonnen. Oft wird ihnen ein opportunistisches Verhalten nachgesagt, während andere wiederum davon überzeugt sind, sie wären hinterrücks, ohne eigenen Antrieb, manipulativ und sogar kaltblütig. Den meisten Angehörigen dieses Volkes scheint nichts aus der Ruhe zu bringen – selbst Gefahrensituationen können sie sich furchtlos entgegenstellen.

Gesellschaft

Um ein Volk zu vereinen, das keine der Norm entsprechenden Moralvorstellung besitzt, bedarf es der Umsetzung von Regeln und Strukturen, welche es konsequent zu befolgen gilt. Und so wundert es vermutlich nur die wenigsten, dass für jede noch so absurd anmutende Nichtigkeit Vorschriften formuliert worden sind. Ob es nun um das Umwerben einer Dame geht oder ein Junker einen neuen Bediensteten einstellen möchte, ist einerlei. Für nahezu jede Situation wurden und werden Verträge konzipiert und mögliche Gesetzeslücken minimiert. Wer gegen die Maximen der Stadt verstößt, muss schlimmstenfalls mit drakonischen Strafen rechnen. Verrat stellt dabei eine der schlimmsten Vergehen dar und wird dementsprechenden am Unbarmherzigsten geahndet. Dennoch – oder gerade deswegen – halten sich die Verbrechen innerhalb Avaskalons in Grenzen. Zudem ist die Gesellschaft recht wohlhabend, auch wenn einige wenige Adelsfamilien den Großteil des Vermögens besitzen.

Handwerk und Begabungen

Askrenia sind überwiegend für ihre magischen und militärischen Fähigkeiten bekannt. Obgleich sie seit mehreren Jahrzehnten bloß indirekt in Kriege verwickelt worden sind, herrscht nach wie vor eine strikte Disziplin innerhalb des Militärs. In deren Mitte befinden sich sowohl Nahkämpfer als auch Blut- und Sigillenmagier, welche auf dem Schlachtfeld, dieser Tage noch, gefürchtet sind. Handwerklich begabt sind die Askrenia lediglich im Bereich der Architektur und Alchemie. Aufgrund ihrer ausgeprägten Intelligenz wenden sie sich vermehrt komplexeren, akademischen Disziplinen zu, wie beispielsweise den Lehren der Anatomie, der Heilkunde, der Mathematik, der Sprachen oder der Magie.