Die Nachfahren der Menschen

Vor etwa 1.500 Jahren begann die gezielte Auslöschung zahlreicher Menschen aller Nationen, welche dieser Tage häufig noch als „der Fall der alten Zivilisationen“ bezeichnet wird. Jene wenigen Überlebenden, die der einstigen Zerstörung zu entkommen vermochten, verstreuten sich auf die wenigen bewohnbaren Gebiete der Welt. Die schrecklichen Geschehnisse verdrängend und nunmehr auf den eigenen Fortbestand bedacht, würden sie sich allem widersetzen, was ihre Existenz bedrohen sollte. Zum Verdruss der Gebeutelten mussten sie jedoch bald feststellen, dass vielerorts Gefahren lauerten. Denn nicht nur die sich beständig ändernden Umwelteinflüsse forderten ihre Opfer – auch eine bisher verborgen gebliebene Lebensform begann sich in deren Belange einzumischen – Baalim. Wer nicht aufgrund einer Krankheit oder Naturkatastrophe dahinsiechte, sah sich nicht selten in der Gewalt dieser Wesen wieder, welche in den Häuten von Menschen wandelten. Obgleich viele einem solchen Schicksal entrinnen konnten, wurden jene, die in Gefangenschaft gerieten, über die Jahrhunderte hinweg unterjocht.

Und nun, da fast eineinhalb Millennien vorbeigezogen sind, haben sich die Nachfahren erneut in alle Himmelsrichtungen verstreut. Manche bezeichnen sich als Bredona, andere wiederum als Aesmadon oder Myannar, doch in Wahrheit hat die Mehrheit ihre Herkunft vergessen. Die Wenigen, die sich mit der Vergangenheit ihrer Vorfahren auseinandergesetzt haben, nehmen die erfundenen Namen bereitwillig an, um sich bewusst von den Menschen und deren Schandtaten zu distanzieren.